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Vier Überlegungen für Unternehmen, die auf den TikTok-Zug aufspringen wollen

TikTok boomt weltweit. Auch die Schweiz macht mit: Im Jahr 2021 gab es 1.7 Mio. aktive Nutzerinnen und Nutzer – Tendenz steigend. Viele Unternehmen haben diese Entwicklung mitverfolgt und möchten auf der Plattform aktiv werden. Diese Gedanken sollten sie sich vorab machen, damit der Channel funktioniert.

Zwei Frauen schauen in ein Smartphone und lachen, weil sie ein lustiges TikTok-Video sehen.

«Mein Video ist viral gegangen!»

Dieser Satz klingt wie Musik in den Ohren aller Content-Creators auf TikTok. Wenn ein Video «viral geht» schiesst es in Puncto Interaktion (Likes und Kommentare) und Reichweite durch die Decke – und zwar organisch. Der TikTok-Algoritmus bietet derzeit ein unglaubliches Wachstumspotenzial, nicht nur für private Creators, sondern auch für Unternehmen.

Gemäss einer Studie von Xeit belegte das Videoportal 2021 in der Schweiz nach Facebook, Youtube und Instagram den 4. Platz bei den am meisten genutzten Social-Media-Plattformen, gemeinsam mit LinkedIn. Bei der Generation Z belegt die App sogar den 3. Platz nach Instagram und Youtube.

Eine neue Zielgruppe

Von 2020 bis 2021 gab es eine spannende Entwicklung zu beobachten: Während TikTok 2020 bei den 9- bis 17-Jährigen am beliebtesten war, gehören 2021 die 18- bis 24-Jährigen zu den aktivsten Nutzerinnen und Nutzern. Besonders interessant ist die Nutzung der App also für Unternehmen, die eine junge Zielgruppe, die sogenannte Generation Z, ansprechen möchten.

Ein TikTok-Kanal ist schnell eröffnet. Die Videoproduktion und das Community Management gestalten sich jedoch relativ aufwändig und sollten gut durchdacht sein. Hier sind vier Punkte, die man sich als Unternehmen vorab überlegen muss.

1. Welche Themen bespielen wir?

Lustige Videos gehören auf TikTok zu den beliebtesten Inhalten. Das muss für Unternehmen aber nicht heissen, dass sie eine reine Comedy-Show betreiben müssen. Wichtig ist, dass Inhalte authentisch sind und einen Mehrwert bieten. Videos mit Werbecharakter funktionieren hier nicht. Unternehmen sollten sich überlegen, welche Themen sie auf eine witzige und kreative Art präsentieren können. Hier ein paar Beispiele:

 

2. Wer ist in den Videos zu sehen?

Kein Gesicht – geht nicht: Die Geheimformel für jedes Unternehmen mit einem erfolgreichen TikTok-Account sind Mitarbeitende, die bereit sind, vor die Kamera zu stehen. Dabei übernehmen am besten ein paar wenige Personen (1-3) den Lead, die man danach am häufigsten in den Videos sehen wird. Das ist wichtig für den Wiedererkennungswert. Da die regelmässige Ideenfindung und Erstellung von Content sehr zeitintensiv sind, haben viele Unternehmen sogar extra Stellen geschaffen für Creators oder sie arbeiten mit Freelancern und Influencern zusammen. Das führt uns bereits zum nächsten Punkt:

3. Sind genügend Ressourcen vorhanden?

Wie im vorherigen Punkt bereits erwähnt, sind die Contenterstellung und Bewirtschaftung von TikTok-Channels relativ zeitaufwändig. Es sollte regelmässig gepostet werden: Im Idealfall mehrmals, mindestens aber 1x pro Woche. Das machen Social-Media-Verantwortliche in der Regel nicht einfach noch so nebenbei. Neben der Erstellung und Ausarbeitung der Videos sollten sich Unternehmen auch Gedanken machen zum Community Management. So kann es bei einem Video, das viral geht, schnell mal mehrere hundert Kommentare geben. Gute und auch gewitzte Antworten sind hier gefragt. Warum? Das zeigt der letzte Punkt.

4. Wie funktioniert die Plattform?

Wer selbst TikTok nutzt, kennt den Humor der Plattform. Dieser zieht sich nicht nur durch die Beiträge, sondern zeigt sich auch in der Kommentarspalte. Witzige oder ausgefeilte Antworten auf Beitragskommentare erhalten zusätzliche Interaktion und sorgen damit für eine noch höhere Reichweite. Videos können gesticht oder duettiert werden, wodurch Inhalte auf kreative Weise neu interpretiert oder erweitert werden können. Es gibt Effekte und Sounds, die im Trend sind und sich auf die eigene Nische anwenden lassen. Die Möglichkeiten der Plattform sind gross und sollten gut studiert werden – oder man lässt sich beraten.

 

28.06.2022

Claudia Brüngger

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