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Fünf Tipps für bessere Social-Media-Videos

Wer auf Social Media mit Videobeiträgen punkten will, braucht sich nicht extra eine teure Kamera zu kaufen. Für die schnelllebigen Plattformen ist eine Aufnahme mit dem Smartphone oft ausreichend. Fünf Tipps, damit das Video möglichst gut ankommt und gesehen wird.    

Mann tätigt Videoaufnahme mit Smartphone

Rasch ein neues Produkt vorstellen oder eine Dienstleistung erklären. Das geht gut in Eigenregie mit dem Smartphone. Damit die Aufnahme klappt und das Video seinen Zweck bei der Zielgruppe erfüllt, gibt es ein paar Punkte, die man beachten sollte.

1. Eine Kernaussage formulieren

Zuerst sollte man sich Gedanken darüber machen, was man mit dem Video erreichen möchte. Welche Message soll die Zielgruppe hören? Danach notiert man sich am besten ein paar Stichworte, an denen man sich während der Aufnahme orientieren kann. Manche Leute schreiben auch gerne ein Skript und lernen dieses auswendig. Damit es im Video nicht allzu einstudiert klingt, sollte man vorab etwas proben. Man spricht die Sätze am besten laut aus und übt dabei die Betonung. Wenn die lange Rede am Stück schwerfällt, kann man Satz für Satz aufnehmen. Danach können die einzelnen Szenen in einem Schnittprogramm zusammengefügt werden, wobei man ruhig etwas mit der Zoomfunktion spielen kann. Beim Zusammenfügen ist vor allem der nächste Punkt wichtig.

2. Immer das Gesicht behalten vor der Kamera

Viele Leute werden vor der Linse etwas nervös. Kaum fällt der Startschuss, beginnen sie mit ihrer Nachricht. Sobald sie fertig sind, springen sie auf, um die Aufnahme zu betrachten. Ein guter Rat lautet daher: Bevor das Video startet, ein bis zwei Sekunden lang in die Kamera schauen – je nach Thema mit dem passenden Gesichtsausdruck (freundlich, ernst etc). Danach Luft holen und mit dem Sprechen beginnen. Zum Schluss dasselbe: Unbedingt noch ein paar Sekunden lang das Gesicht bewahren. Man kann sonst regelrecht sehen, wie die Anspannung aus dem Gesicht weicht. Das wäre schade und erschwert auch den Schnitt beim Zusammenfügen.  

3. Genügend Zeit reservieren, um zusätzlichen Stress zu vermeiden

Ein kurzes Video von 2-5 Minuten für Social Media ist schnell gedreht. Nichtsdestotrotz sollte man sich für die Aufnahme genügend Zeit reservieren. Während der Aufnahme ist der oder die Progagonist*in meistens sowieso schon aufgeregt. Ein straffer Zeitplan ist in diesem Moment wenig hilfreich und der Gedanke ans nächste Meeting stresst zusätzlich. Für die Aufnahme mit einer Person ist ein Zeitrahmen von 1.5-2 Stunden sinnvoll für einen entspannten Dreh.

4. Einen passenden Standort finden mit guter Lichtquelle

Beim Standort sollte man vor allem auf zwei Dinge achten: Eine natürliche Lichtquelle und einen ordentlichen Hintergrund. Letzteres ist bei einer Aufnahme mit dem Smartphone besonders wichtig, da viele Modelle keine Tiefenschärfe hinkriegen. Es wäre schade, wenn sich der User mehr auf den Hintergrund konzentriert als auf die Botschaft im Video. Für genügend Helligkeit im Video ist Tageslicht ideal: Man kann sich gut nahe an einem Fenster positionieren (davor, nicht gegen das Fenster, versteht sich). Lichtquellen von oben sollten vermieden werden, da sie ungünstige Schatten ins Gesicht werfen können. Wer will schon aussehen wie ein Pandabär im Video?

5. Einen knackigen Einstieg überlegen

Zum Schluss noch der wichtigste Tipp. Botschaft, Gesicht, Standort und Zeitplan können noch so gut sein, wenn der Einstieg ins Video langweilig ist. Social Media User haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne: In den ersten drei Sekunden springen die meisten Zuschauenden ab. Täglich werden wir auf Social Media dermassen mit Inhalten geflutet, dass wir bei jedem Video abwägen müssen, ob es unsere Zeit wert ist. User lieben es daher, wenn man ihnen bei der Entscheidung behilflich ist. Das geht zum Beispiel so:

  • Im ersten Satz oder am besten gleich in den ersten Worten erwähnen, worum es im Video geht. Dabei sofort den Mehrwert des Videos aufzuzeigen, zum Beispiel wie ein Produkt oder eine Dienstleistung ein Problem des Users lösen kann: «3 Tipps für XY.» «Ich zeige dir, wie du besser/schneller/günstiger XY kannst.»
  • Eine Frage zum Thema stellen: «Kennst du das?» «Warum ist das und das eigentlich so?»
  • Statt einem Satz kann auch ein schriftlicher Titel verwenden werden, der eingeblendet wird. Dabei darf man auch mal leicht übertriebene oder provokante Aussagen verwenden, sofern diese im Video aufgelöst werden.


Damit die Zuschauenden wissen, wer im Video zu sehen ist, kann der oder die Progagonist*in kurz mit Einblendern vorgestellt werden. Eine andere schöne Variante sieht man oft in TikTok-Videos. Ein kurzes Beispiel anhand eines Hundetrainers:

«Bellt dein Hund, wenn er Aufmerksamkeit erhalten möchte? Ich bin Hundetrainer Hans Muster und zeige dir, wie du dieses Verhalten deines Hundes ändern kannst.»

11.08.2022

Claudia Brüngger

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